cycle breaker.

Verein zur Förderung der Hilfe für Menschen die Opfer von Gewaltstraftaten innerhalb der Familie und oder Partnerschaft wurden.

PEINE, Niedersachsen.

News

Du möchtest dabei sein? E-Mail an: [email protected]

Kickoff Veranstaltung in Peine, Niedersachsen im Spätsommer 2024


Wir suchen Unterstützung für: Social Media Pflege, Contentcreators
Wir möchten eine größere Sichtbarkeit für Betroffene erreichen und den Austausch untereinander fördern.

Manchmal müssen wir hinter Erlebnisse, Menschen und Beziehungen einen "Punkt" setzen, um gesund weiter gehen zu können.

Punkt - und jetzt?

Ziel unseres Engagements ist es, Menschen miteinander zu verbinden und freiwillige Engagierte zu vernetzen. Im Mittelpunkt steht das "sich gegenseitig unterstützen" im Sinne der Selbsthilfearbeit.

Du suchst Austausch

Du bist von häuslicher, familiärer oder partnerschaftlicher Gewalt betroffen (gewesen). Du hast den Kontakt abgebrochen /eingeschränkt oder fragst dich, wie es weiter gehen soll. Du hast dich getrennt und möchtest nach vorne schauen? Dann melde dich bei uns!

Du möchtest anderen beistehen

Betroffene können von deiner Erfahrung lernen, haben dich als UnterstützerIn oder in dir einfach einen Menschen, der ihnen zuhören mag. Du möchtest dich für unser Thema engagieren.

Bin ich betroffen? Oder kenne ich jemanden?


Da Gewalt nicht ausschließlich in Form von körperlicher (sichtbarer) Gestalt erscheint, fällt es Betroffenen manchmal schwer sie für sich zu definieren und andere um Hilfe zu bitten.
Emotionale und existenzielle Abhängigkeiten in familiären Systemen, erschweren es zusätzlich. Das Benennen der erlebten Grenzüberschreitungen und der attackierenden Verhaltensweisen, kann als "illoyal, undankbar, unpassend, übertrieben, unaushaltbar", empfunden werden. Somit leiden Betroffene teilweise sehr lange und still.

Gerade im häuslichen, familiären Umfeld herrscht vorwiegend der Wunsch nach "intakten Systemen", was dazu führen kann, dass Gewalt verschwiegen und erduldet wird. 
Einige TäterInnen beziehen das gesamte Umfeld der Betroffenen mit ein, sodass Betroffene es erleben oder stark befürchten, man könne ihnen nicht glauben.

Die Frage, ob das, was man erlebt (hatte) "in Ordnung" und "normal" ist, ist zumindest ein Anzeichen dafür, dass es sich lohnt darüber zu sprechen.

Fühl dich bei uns willkommen 

Verhaltensweisen mit der Absicht oder Inkaufnahme anderen Menschen Schaden zu zu fügen

Im familiären und partnerschaftlichen Verhältnissen


  • Die folgenden Informationen orientieren sich an der Definitionen von Gewalt laut

       Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und Schulpsychologie


 

Körperlich
Zwicken, Schubsen, (herum)werfen, ohrfeigen, "Klapsen", verbrennen, mit etwas bewerfen, Schlagen, Schütteln, Ziehen (Haare, Ohren, Kleidung, Körperteile), attackieren mit Gegenständen, Waffen. Würgen, Festhalten, einsperren, aussperren, anbinden, fixieren. Verletzungen/Krankheiten herbeiführen/inkaufnehmen und behaupten, der betroffene Mensch habe sie sich anders zugefügt (z.B durch Unfall, falsches Essen, oder behaupten er/sie sei suizidal, erkrankt, abhängig,...). Zu Körperkontakt zwingen oder aufdrängen (Umarmen, Küssen, streicheln, massieren). Das "nicht besser wissen", des Kindes/jugendlichen ausnutzen. "Wenn du mich nicht küsst, bin ich sehr traurig!". "Du hast ja nichts gesagt, also dachte ich, es sei okay...!" Das "nein" oder sich Abwenden ignorieren, beschämen, verurteilen, ins Lächerliche ziehen. 

 

Emotional, Seelisch
Ignorieren, anschreien, demütigen, erniedrigen, unverhältnismäßige Reaktionen, Bestrafungen, drohen, erpressen, "kleinhalten", gaslighting. Permanente Kritik. Parentifizierung. Bewusst reizen, isolieren, das Umfeld bewusst negativ beeinflussen ("Mein Sohn hat eine blühende Fantasie - dem darf man nichts glauben!"), verspotten, ironische und sarkastische angriffe, Herabwürdigungen, Demütigungen ("Das war doch nur ein Witz!"). Durch Druck und Angst vor Ausschluss: "Das ist in unserer Familie/Kultur/Religion/Institution/Gemeinde, eben so!" 

Vernachlässigung
Keine ausreichende Sicherung der Ernährung, Kleidung, Behausung. Kein Zugang zu medizinischer Versorgung, Verweigerung zum Arzt zu gehen/bringen, notwendige Behandlungen unterbinden, nicht erscheinen, hinauszögern. Hygienisch schlechte Verhältnisse, keine Beachtung der körperlichen Hygiene des Kindes/Jugendlichen und damit Inkaufnahme von Erkrankungen. Gefährliches Umfeld: einfacher Zugang zu schädlichen Substanzen, Medikamenten, Drogen, gefährlichen Maschinen und Geräten.
Emotionale Vernachlässigung durch Isolation, ignorieren, nicht altersgerechte Aktivitäten und Kontakte zulassen, nicht altersgerechte Alleinlassen, Desinteresse, nicht altersgerechte Verantwortung übergeben. 


Miterleben (Zeuge sein)
Das Miterleben von Gewalt zwischen den Eltern, Angehörigen oder Dritten. Miterleben wie Eltern zwischen einander oder gegenüber den Geschwisterkindern gewalttätig sind.

 

Finanziell
Einbehalten oder streichen des Taschengeldes. Verbieten des eigenen Kontos, Vorsorge oder Berufswahl. Nicht altersgerechte Begrenzung, wie viel Geld ausgegeben werden kann. Verkaufen, verschenken des Eigentums des Kindes/Jugendlichen ohne Einwilligung. Dem Kind/Jugendlichen Eigentum absprechen, ihn damit bestrafen, erpressen: "ich habe diese Konsole/Spielzeug/Hose bezahlt, sie gehört also mir und ich mach damit was ich will!" Finanzielle Bereicherung durch Ausnutzen des "nicht-besser-Wissens" des Kindes / Jugendlichen. (Sparkonten des Kindes für sich nutzen, Kinderarbeit, ... ) 

Sexuell
Obszöne Witze, Anspielungen, Ausfragen. Erstellen, verbreiten von Text, Bild und Tonmaterial von intimen, privaten und persönlichen Situationen/Darstellungen. Das Zeigen von sexuellen Inhalten. Zwangsverheiratung. Verletzungen. Auffordern oder zwingen zu Handlungen, Erduldungen, Miterleben, ansehen, anhören, lesen von sexuellen Inhalten. Vergewaltigung. Duldung und Inkaufnahme von Grenzüberschreitungen, Verletzungen, Übergriffen. Unterlassene Hilfe. Zwang zur Prostitution.

Medial
Das erstellen, verbreiten von Texten, Bild und Tonmaterial ohne klare, freiwillige, Zustimmung. Die Inkaufnahme, dass gezeigte Kinder und Jugendliche Opfer von TäterInnen werden durch unkontrollierbare Kontaktaufnahmen online aber auch im realen Leben durch das preisgeben privater Informationen, Bilder und Daten. (Cyber)mobbing, unkontrollierte Verbreitung des Materials, Inkaufnahme der entkontextualisierung des Materials. (cyber)Stalking. Grooming. Sexting. Shitstorms und Hasspostings. Inkaufnahme, dass das Material gegen das Kind/Jugendliche verwendet werden kann und durch private Endgeräte Dritter immer wieder erneut verbreitet werden kann.

Verhindern der Selbstentfaltung und Eigenständigkeit
Kindern und Jugendlichen das altersgerechte Kontakte-Knüpfen verbieten, erschweren oder schlechtreden. Interessen lächerlich machen, den Zugang verwehren oder erschweren. Das gesunde "sich-abnabeln" durch eigene Interessen, Hobbys, Überzeugungen, Handlungen, aus dem Elternhaus ausziehen, Ausbildung beginnen, Stadt oder Länder Wechsel verbieten oder erschweren.